Beim Einrichten sickert die Marge leise weg: Papier, Farbe, Energie und Maschinenzeit, bei jedem einzelnen Auftrag. Die gute Nachricht: Das meiste davon lässt sich mit Maßnahmen angehen, die Sie Schritt für Schritt einführen können. Hier sind zehn Hebel, die wirkungsvollsten zuerst.
Woher die Einrichtungs-Makulatur kommt
Makulatur beim Einrichten ist der Ausschuss zwischen dem Start eines Auftrags und dem ersten verkaufsfähigen Bogen: Register, Farbdichte und Farbe von Hand auf den Zielwert zu bringen. Je länger das dauert, desto mehr Papier und Farbe verbrennen Sie und desto weniger Maschinenzeit bleibt für abrechenbare Arbeit.
Die zehn Hebel
- CIP3/CIP4-Farbpresetting: die Farbzonenschrauben aus den Prepress-Daten öffnen statt aus einer Voreinstellung.
- Closed-Loop-Farbregelung: automatisch messen und korrigieren, bis die Farbe in der Toleranz ist.
- Standardisierte Bedruckstoffe und Farben, gedruckt auf die Sollwerte der ISO 12647.
- Platten- und Register-Presetting, mit automatischem Plattenwechsel, wo verfügbar.
- Ein spektraler Farbmessstreifen auf jedem Bogen, an einen definierten Zielwert gebunden.
- Gemeinsame Bediener-Prozeduren und Schulung, damit jede Schicht gleich einrichtet.
- Feuchtmittel- und Farbtemperaturkontrolle, um den Prozess stabil zu halten.
- Sauberes Prepress: korrekte ICC-Profile und verlässliches Softproofing.
- Auftrags-Bündelung nach Bedruckstoff und Farbe, um die Zahl der Umrüstungen zu senken.
- Makulatur pro Auftrag messen, damit Sie eine Basislinie und eine Kennzahl zur Verbesserung haben.
Wie Sie die Einsparungen messen
Verfolgen Sie vier Zahlen pro Auftrag: Bogen bis zum ersten Gutbogen, DeltaE auf diesem Bogen, Einrichtzeit sowie Farbe und Papier bis zur Freigabe. Die ersten beiden zu verbessern zieht die anderen beiden fast immer mit nach unten.
Wo Sie anfangen
Die meisten Druckereien besitzen bereits ein Messgerät. Die schnellsten Gewinne entstehen meist aus der Kombination von CIP3/CIP4-Presetting mit Closed-Loop-Regelung: Die Druckmaschine startet nahe am Zielwert und erreicht ihn dann in weniger Druckgängen. Eine kostenlose Konsolenvalidierung bestätigt, ob Ihr Druckpult geeignet ist.

